So kommen Sie schwungvoll in den Frühling!

Vom gemütlichen Sofa in die Sportschuhe: Mehr Bewegung und Sporttreiben gehört auch 2022 zu den Top-Neujahrs­vorsätzen. Wer diesem Vorhaben über die ersten Wochen des Jahres treu geblieben ist, hat schon viel geschafft. Denn sind die Sporttermine zur Gewohnheit geworden, wird aus der ­inneren ­Verpflichtung ein Bedürfnis. Dann fällt es sogar schwer, ­wieder aufzuhören. Und für alle, die noch nicht so weit sind, haben wir fünf gute Gründe, dranzubleiben.

Vom gemütlichen Sofa in die Sportschuhe: Mehr Bewegung und Sporttreiben gehörte auch 2022 zu den Top-Neujahrs­vorsätzen. Wer diesem Vorhaben über die ersten Wochen des Jahres treu geblieben ist, hat schon viel geschafft. Denn sind die Sporttermine zur Gewohnheit geworden, wird aus der ­inneren ­Verpflichtung ein Bedürfnis. Dann fällt es sogar schwer, ­wieder aufzuhören. Und für alle, die noch nicht so weit sind, haben wir fünf gute Gründe, dranzubleiben.

Aktiv durch Bewegung

1. Geistig fit bis ins hohe Alter

Sobald wir aktiv sind, wird das Gehirn um bis zu 30 Prozent besser durchblutet. Schon nach zwei bewegten Tagen steigt im Blut die Konzentration eines Botenstoffs, der das Wachstum von Nervenzellen und deren Verknüpfung fördert. Nach einem Jahr ist das Lern- und Gedächtniszentrum im Kopf, der Hippocampus, um zwei Prozent gewachsen. Erste Studien wecken die Hoffnung, dass Sport die altersbedingte Demenz hinauszögern kann. Einen besonders positiven Effekt scheinen anspruchsvolle Koordinationsübungen zu haben oder einfacher gesagt: Beginnen Sie einen Tanzkurs!

2. Gesunde Gefäße von Kopf bis Fuß

Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt werden häufig durch eine Gefäßverkalkung verursacht. Wer regelmäßig die Sport- oder Wanderschuhe schnürt, beugt vor. Bewegung weitet die Blutgefäße, verringert den Blutdruck und hält die Gefäße elastisch. Das Herz kann effektiver arbeiten und auch die Herzmuskulatur wird besser durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Zudem beeinflusst Bewegung den Cholesterinspiegel*, der ein weiterer wichtiger Einflussfaktor für die Entstehung einer Gefäßverkalkung ist. Ein regelmäßiges Training senkt das gesundheitsgefährdende LDL-Cholesterin und erhöht das schützende HDL-Cholesterin. Das Risiko für Ablagerungen an den Blutgefäßwänden nimmt ab.

3. Entspannt durch den Alltag

Auch wenn es schwerfällt: Stressige Tage klingen mit einem Lauf oder Spaziergang besser aus als vor dem Fernseher. Denn gerade bei nervlicher und emotio­naler Anspannung ist körperliche Anstrengung die beste ­Medizin. Vor allem Sportarten mit moderater Intensität wie Walken oder leichtes Joggen bringen die Stresshormone wieder in Balance und verbessern die Stimmung. Aus diesem Grund setzen auch immer mehr Depressions- und Burnout-Behandlungen auf Bewegung als Begleittherapie. 

4. Die Uhr ein wenig zurückdrehen

Regelmäßiger Sport ist ein echter Jungbrunnen. Forscher des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg haben herausgefunden, dass Bewegung die Zellalterung verlangsamen kann. Sie untersuchten das Innere des Zellkerns von weißen Blutkörperchen. Dort sitzen Chromosomen, die Träger der Erbinformation (DNA) sind. Am Ende der DNA-Stränge hat jedes Chromosom sogenannte Telomere. Sie schützen die DNA. Man kann sie sich vorstellen wie Schnürsenkelkappen. Die Länge der Telomere ist ein Maß für das biologische Alter, denn mit jeder Zellteilung verkürzen sich die schützenden Telomere. Die natürliche Alterung der Zelle schreitet voran. Nach Ansicht der Forscher verlangsamt regelmäßiger Sport diesen Prozess und kann die Telomere sogar wieder verlängern. Besonders geeignet ist Ausdauer- und Kraftsport im Zwei-Tages-Rhythmus.

5. Gutes zieht Gutes nach sich

Regelmäßige Bewegung hält nicht nur körperlich fit. Sie macht zufriedener, selbstbewusster und Menschen, die regelmäßig Sport treiben, verzichten auch eher auf die geliebten Zigaretten und achten auf eine gesunde Ernährung.

*Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Zellwände, an der Fettverdauung und der Produktion verschiedener Hormone beteiligt. Damit das Cholesterin in der Blutbahn transportiert werden kann, muss es in sogenannte Lipoproteine – Partikel bestehend aus Eiweiß und Fett – eingepackt werden. Die wichtigsten Lipoproteine heißen LDL und HDL. Das LDL transportiert das Cholesterin aus der Leber in die Körperzellen. Ist dieser Wert erhöht, steigt das Risiko für Ablagerungen an den Gefäßwänden. Das HDL dagegen transportiert das Cholesterin aus den Zellen in die Leber, damit es dort verstoffwechselt werden kann. Es verhindert die Cholesterinablagerung an den Gefäßwänden.

Was hilft durchzuhalten?

Fünf Tipps von Sporttherapeut Jan Geishendorf aus dem Sana Klinikum Borna:

  • Abwechslung: Gönnen Sie sich neben der Hauptsport­art noch einen Zweitsport und variieren Sie den Trainingsplan. Aus therapeutischer Sicht eignet sich eine Mischung aus Aus­dauersport, Kraft- und Koordinationsübungen; ­also Gerätetraining, Radfahren und Tanzen zum Beispiel. 
  • Konkrete Ziele setzen: Sie helfen dabei, dranzu­bleiben und Fortschritte zu erkennen. Zum Beispiel: Zwei Mal in der Woche zum Training gehen. Am Wochenende eine Wanderung unternehmen.
  • Gemeinsam aktiv: Mit anderen zu trainieren, macht mehr Spaß und stärkt die innere Verpflichtung, wenn es doch einmal schwerfällt.
  • Denken Sie positiv: Setzen Sie sich nicht unter Leistungsdruck. Akzeptieren Sie, dass es gute und schlechte Tage gibt. Was zählt, ist weniger, dass Sie in jedem Training Bestleistung schaffen, sondern dass Sie langfristig dranbleiben.
  • Machen Sie es sich leicht: Wählen Sie eine Sportart, die Sie mögen und die Sie in Ihren Alltag integrieren können. Suchen Sie sich zum Beispiel ein Fitnessstudio in Ihrer Nähe oder auf dem täglichen Heimweg.

Porträt Jan Geishendorf, Physiotherapeut

Unser Experte für Bewegung

Jan Geishendorf
Sportwissenschaftler (M.Sc.)
Institutsleiter Institut für therapeutische Medizin
Telefon 03433 21-1882
physiotherapieanmeldung.borna@sana.de

Stand: 22.03.2022

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